Vorschau

14.04.2019
F. Martin: Golgotha
17:00 Uhr, Pauluskirche

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22.06.2019
Sommerserenade
17:00 Uhr, Wallonerkirche

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03.11.2019
W. A. Mozart: Requiem
J. S. Bach: Komm, Jesu, komm

17:00 Uhr, Pauluskirche

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14.12.2019
Weihnachtsmusik im Kerzenschein
17:00 Uhr, Pauluskirche

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21.12.2019
J. S. Bach: Weihnachtsoratorium 1–3
17:00 Uhr, Pauluskirche

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06.01.2020
J. S. Bach: Weihnachtsoratorium 4–6
17:00 Uhr, Pauluskirche

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Magdeburger Kantatenchor paulus-singschule

Aktuelles

Golgotha – eine tiefreligiöse Passionsvertonung

Johann Sebastian Bach hinterließ zwei Passionsmusiken, die bis heute beim Hören tiefste Eindrücke hinterlassen. Ist es da nicht vermessen, wenn sich ein Komponist des 20. Jahrhunderts an eine Neuvertonung wagt? Frank Martin, 1890 in Genf geboren, tat genau dies. Sein 1949 uraufgeführtes Oratorium Golgothaatmet in jedem Takt religiöse Tiefe und Hingabe an Gottes Erlösungswerk. 

Inspiriert wurde Martin durch Rembrandts Radierung Die drei Kreuze
Jesus am Kreuz im Moment seines Sterbens ist lichtumflossener Mittelpunkt im Dunkel der Umgebung. Das Geschehen vom Einzug in Jerusalem bis zum Tod Jesu wird emotionsgeladen voller Liebe, aber auch mit aller Härte und Brutalität vor Augen geführt. Betroffenheit stellt sich unweigerlich ein – wie können Menschen 
den Sohn Gottes so grausam richten? Hier enden normalerweise die Passions‑
berichte. Martin geht weiter: Der Tod Jesu war Durchgangsstation zum Sieg über 
den Tod, mit österlichem Jubel: „O Tod, wo ist dein Stachel denn? Hölle, wo ist 
dein Sieg?“ endet das Werk.

Die Texte stellte Frank Martin aus den vier Evangelienberichten zusammen. Dazu ergänzen Meditationen des Kirchenvaters Augustinus und weitere Worte aus der Bibel und dem Glaubensbekenntnis das Libretto. Musikalisch ging der Komponist immer eigene Wege – im Vordergrund steht die Harmonie. 
Von den avantgardistischen Zeitgenossen wurde er an den „Rand der Neuen Musik“ gedrängt, heute bezeichnet man ihn als den „Klassiker der Moderne“. 
Martins unverwechselbare Sprache ist außerordentlich vielfältig: Gregorianische Psalmodie steht neben dem Arioso mit obligatem Soloinstrument, kontrapunktischer Satz neben homophonen, an Palestrina angelehnten Abschnitten, dissonante Harmonik neben perfekten Konsonanten und volksliedhaften Rhythmen und Melodien.

Zu dem dreijährigen Kompositionsprozess sagte Martin später: „Ich sah ihn als eine persönliche Angelegenheit zwischen mir und Gott an.“ 

Golgotha stellt sehr hohe Anforderungen an die Aufführenden. Die Schwierigkeiten sind ebenso groß wie die ausgezeichneten Qualitäten des Stückes. Wegen des hohen Aufwandes ist das Oratorium selten zu hören. Der Magdeburger Kantatenchor wird es am Sonntag Palmarum, 14. April 2019, um 17:00 Uhr in der Pauluskirche aufführen. Chor und Solisten werden begleitet von Orgel und der Magdeburgischen Philharmonie unter Leitung von Tobias Börngen. 

Lassen Sie sich ganz herzlich zu dem wirklich besonderen Konzert einladen und erleben Sie eine echte Alternative zu den großen Bachpassionen!

Tobias Börngen


PDF Download zum Passionswerk Golgotha

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